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Bericht Bundesjugendausschuss 2011

Geschrieben von: Beate Kegel Dienstag, den 15. November 2011 um 10:00 Uhr

Am Samstag, den 12. November 2011 fand in Mainz der 24. Bundesjugendausschuss der THW-Jugend e.V. statt. Von 76 möglichen Delegierten aus 13 Landesjugenden und dem Bundesvorstand waren 74 anwesend.

Nach der Begrüßung durch Bundesjugendleiter Michael Becker ging Präsident Broemme in seinem Bericht vor allem den Fragen „Wie schafft es das THW, Junghelfer als aktive Helfer zu halten und welche Gründe gibt es, dass Jugendliche im THW aufhören?“ auf den Grund. Für ihn sind Motivationsanreize wie flexible Dienstzeiten und schöne Jugendräume eine wichtige Basis, ebenso wie eine fundierte Ausbildung und eine effektive Personalplanung. Darüber hinaus ist aber auch ein gutes Miteinander der Junghelfer sprich der Jugendgruppe mit den erwachsenen Helfern / OV ein wichtiger Baustein für eine erfolgreiche THW-Arbeit vor Ort.

Im Anschluss beschlossen die Delegierten einstimmig die Einführung des Leistungsabzeichens der THW-Jugend und das neue Selbstverständnis. Das Selbstverständnis macht u.a. deutlich, dass sich die THW-Jugend als Teil der THW-Familie versteht und sich für Demokratie, Gleichberechtigung und internationalen Austausch ausspricht.

Der Tagesordnungspunkt „Satzungen“, bei dem die Satzungsentwürfe der Bundes-, Landes- und Ortsebene zur Abstimmung standen, war zwar akribisch vorbereitet worden, aber es war im Vorfeld nicht klar, wie die Zustimmung im Bund zu den einzelnen Satzungsentwürfen aussehen würde. Umso positiv erstaunt waren alle Delegierten, dass sämtliche Satzungsentwürfe einstimmig in 15 Minuten beschlossen wurden. Hier gebührt Sebastian Gold und vor allem Walter Behmer ein großer Dank, da sie sich im Vorfeld überaus engagiert in die Ausarbeitung dieser Satzungen eingebracht haben.

Nach dem Jahresbericht von Michael Becker ergriff Jürgen Redder, stellvertretender Bundesjugendleiter, das Wort und bedauerte eine fehlende vertrauensvolle Zusammenarbeit mit dem Bundesjugendleiter. Er sehe sich daher gezwungen aus der THW-Jugend e.V. und auch aus dem THW auszuscheiden. Woraufhin er seine Unterlagen nahm und den Raum verließ. Keiner, auch nicht Michael Becker, hatte mit diesem Schritt gerechnet und auch die Delegierten waren überaus überrascht.

Die Wahlen zur Bundesjugendleitung standen vielleicht bedingt durch diesen „Überraschungscoup“ unter einem nicht so guten Stern. Michael Becker kandidierte als einziger Kandidat zum Bundesjugendleiter. Er gab in seiner kurzen Wahlrede u.a. bekannt, dass er, sollte er nächstes Jahr zum Bürgermeister seiner Heimatstadt gewählt werden, 2012 seinen Rücktritt erklären müsse. Michael Becker wurde mit 39 Ja-Stimmen (bei 26 Nein-Stimmen, 7 Enthaltungen und einer ungültigen Stimme) wiedergewählt.

Dieses relativ schlechte Wahlergebnis wird sicherlich in der nächsten Bundesvorstandssitzung Thema sein, da an Michael nie Kritik in solch einem Ausmaß geübt wurden, die dieses Wahlergebnis befürchten ließ. Es wird in Zukunft notwendig sei, Kritik offen und klar zu artikulieren und sich über Meinungsverschiedenheiten auszutauschen – und dies nicht bei einer geheimen Abstimmung zu tun.

Anschließend wurde der Antrag von Michael Becker, die Anzahl der Stellvertreter von bisher zwei auf drei Personen aufzustocken, mit relativ großer Mehrheit abgelehnt. Hier hatte es Michael Becker im Vorfeld versäumt, den Bundesvorstandsmitgliedern und somit den Delegationen die Gründe dafür ausführlich zu erläutern.

Somit standen für zwei Stellvertreterposten drei Kandidaten zur Wahl: Marc-André Ciesiolka (OJL aus Landshut), Hanna Glindmeyer (bisherige Stellvertreterin) und Ingo Henke (OJL Osnabrück und Referent internationale Jugendarbeit der Bundesjugendleitung). Ingo Henke wurde mit 49 Stimmen und Marc-André Ciesiolka mit 41 Stimmen gewählt. Auf Hanna Glindmeyer entfielen 40 Stimmen. Dies war ein äußerst knappes Ergebnis, aber aus bayerischer Sicht war die Freude sehr groß, dass unser Kandidat gewählt wurde.

Es fanden noch einige Delegiertenwahlen zur Bundesversammlung, zum AZJ, zum DJH etc. statt. Den Abschluss des Ausschusses bildete der sehr ausführliche PowerPoint-Bericht von Marc-André Ciesiolka über das Bundesjugendlager 2012 in Landshut.

Aufmerksam lauschen die Deligerten den Worten des Bundesjugendleiters Bundesjugendausschuss 2011 Abstimmung Der THW-Präsident bedankt sich bei der THW-Jugend e.V. 

Der Bundesjugendleiter übergibt an den Wahlausschuss Die Wahl ist abgeschlossen Marc-André Ciesiolka berichtet über den Sachstand zum Bundesjugendlager 2012 Die neue Bundesjugendleitung